• Hands Fortschritt und nächste Schritte

    Zuerst machte ich einen Prototyp mithilfe eines Einweghandschuhes:

    Ich habe mit verschiedenen Sensoren herumprobiert, aber die Drucksensoren funktionierten schlussendlich am besten.

    Als nächstes fertigte ich den Latexabdruck der Hand an:

    Das fertige Objekt:

    Die letzten Schritte sind nun das Programm und die Klänge dementsprechend anzupassen und eine Präsentationsplattform für das fertige Objekt zu machen.

  • Konzipierung mit Salzteig

    Um mein Konzept etwas mehr Fassbarkeit und Räumlichkeit zu verschaffen und auch selber etwas zu entwickeln, was die Essenz für mich trifft.

    dav

    Reine Geschwülste

    dav

    Form, “Lagerfeuer”

    dav
    dav
    dav

    “Hände”

    Irgendwann hatte ich die Idee, die Form einer Hand einzubauen und finde das auch die spannendste Idee bis jetzt. Es könnte auch eine mehr oder weniger realistische Hand sein, und grade weil die Hand normalerweise ein Instrument spielt, fände ich es interessant, den Spieß umzudrehen und die Hand als Instrument und gleichzeitig als Verbindungsglied zu Themen der Sehnsucht und Berührung zu verwenden.

    Man könnte vermutlich mit einem Gummihandschuh auch einen relativ guten Prototyp herstellen um die Technik und Funktionen herauszuarbeiten.

    https://www.youtube.com/watch?v=7CkUaDpOv5w Tutorial ausgestopfte Latex Hand

  • Konzept Recap & technische Ansätze

    Das Thema meines Projektes ist “Skin Hunger”. Ich möchte eine Skulptur schaffen, die das Gefühl der Sehnsucht nach Berührung in ihren taktilen und auch interaktiven Klang Eigenschaften behandelt.

    Aufgrund des Themas hätte ich als Materialien Fell, dünnes Alu (oder anderes Biegbares Metall) und Latex (oder anderes hautähnliches Material) angedacht. Das Fell steht für die Zuflucht zu anderen positiven Erfahrungen, über die man selber Kontrolle hat, die ablenken und Komfort spenden zB. das Streicheln eines Haustiers oder auch Dinge, die so zur Sucht werden können wie zB. Essen oder Einkaufen. Das metallische Material soll die harte Realität bzw die eigenen Zweifel und Fehler repräsentieren. Das hautähnliche Material ist mir am wichtigsten, da es direkt die Grundlage des Phänomens darstellt: menschliche Haut, Berührung. Ich könnte mir gut ein Patchwork aus diesen Materialien oder auch nur Haut vorstellen.

    Die Interaktion erfolgt mittels drücken/verformen, zu dem Thema habe ich folgende Ideen gefunden:

    Drucksensor https://www.banggood.com/de/FSR402-Force-Sensitive-Resistor-0_5-Inch-FSR-Pressure-Sensor-Module-DIY-KIT-p-1451771.html?gmcCountry=AT&currency=EUR&createTmp=1&utm_source=googleshopping&utm_medium=cpc_bgs&utm_content=xibei&utm_campaign=xibei-pla-at-pc-de-all-0219&gclid=Cj0KCQjw6_vzBRCIARIsAOs54z59DzyLcucq6CF1ceI_MreSwcVaNJz8F8b9rR9LPgLfDTo_AEaIKBIaAk4tEALw_wcB&cur_warehouse=CN

    Drucksensibler Stoff DIY (auch mit Folgevideo zum Anschluss an Arduino) https://www.youtube.com/watch?v=8SQOBF0_80Y

    Biegesensor https://www.antratek.de/flex-sensor-2-2?gclid=Cj0KCQjw6_vzBRCIARIsAOs54z5xrR7cdNriyHJ8ItpZ1dpnDAdUcFZbwoOSgDR92tprNkHav5GpG5IaAkgVEALw_wcB

    Abgesehen davon, dass ich keine Erfahrung mit solchen Textilien habe und wegen der aktuellen Situation meine Kosten so gering wie möglich halten muss, beschäftigt mich die Überlegung, was für eine große Fläche, die unterschiedliche Funktionen steuern soll, am sinnvollsten ist. 50 Druck- oder Biegesensoren würden den Job schon erledigen denke ich, aber vielleicht gibt es noch eine praktischere Lösung, die aber auch aufgrund der Art der Präsentation bzw im Wechselspiel damit gefunden werden muss.

    Möglich wäre eine Matrix aus Drähten um jeweils an den Enden Werte abzunehmen und so weniger Sensoren insgesamt zu benötigen?

    drähtematrix

    Dazu habe ich eine unübersichtliche Skizze:

    skin

    Der Stoff könnte zb eine verformbare Füllung umhüllen oder wo hängen. Ich finde die Idee sehr schön, dass es auch von mehreren Menschen von beiden Seiten bespielt werden könnte. Von der Größe eines Stofftiers bis zu der eines erwachsenen Menschen kann ich mir alles gut vorstellen. Immersiver wäre Menschengröße, was beim Aufhängen leichter wäre, allerdings frage ich mich ob es dann nicht eine zu leichte/unkonkrete Empfindung wird. Es könnte aber der Stoff alleine schon genug sein und die Interaktivität von beiden Seiten wäre damit gegeben. Man könnte auch Kombinieren und in den hängenden Stoff eine Form einbauen, die dann wie ein Geschwür dasitzt.

    Nun zum Herz der Sache, dem Sound. Ich habe ja schon etwas mit Klängen gespielt, aber ich denke ich muss jetzt auch für das Thema meine Auswahlkriterien etwas ändern und noch viel probieren. Ins Auge fasse ich vorerst synthetische Sounds von Teensy und Axoloti, wobei ich glaube dass die nicht unbedingt frisch erzeugt sein müssen sondern das könnten auch zum Teil Samples sein, also je nach technischer Umsetzung dann. Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall endlos.

    Die Stoff-hängen Idee gibt es eigentlich schon 1:1 https://www.designboom.com/technology/conductive-ink-responds-to-tactile-feedback-to-create-sound-12-06-2013/

    Ich habe den Punkt auf jeden Fall noch nicht erreicht, wo ich sagen kann das ist die richtige Form für die Skulptur und das passt, aber ich denke ich bin dem insgesamt schon näher gekommen.

  • Feedback und Weiterentwicklung der Idee

    Themen, die mich persönlich momentan und allgemein beschäftigen, und bei denen ich mir daher sehr gut vorstellen könnte dass ich sie in meiner Arbeit behandle, sind: Skin Hunger, das Gefühl Sicherheit/”zu Hause”/ einen Platz haben, örtlich als auch finanziell und metaphorisch, und “Angenehmes”.

    What some psychologists term “skin hunger” (also known as touch hunger) is a need for physical human contact. Satisfying your skin hunger requires you to have meaningful physical contact with another person, and failing to observe your need for human touch can have profound emotional, even physical, consequences. (source: https://www.vice.com/en_us/article/d3gzba/the-life-of-the-skin-hungry-can-you-go-crazy-from-a-lack-of-touch)

    Prinzipiell hängen diese Themen alle zusammen. Besonders als Kind ist es extrem wichtig für die Entwicklung von den Eltern berührt zu werden, ein Baby fühlt sich in den Armen der Mutter geborgen, sicher. Das Gefühl ungeliebt zu sein, von Unsicherheiten umgeben und ihnen hilflos ausgeliefert kann selbst einen erwachsenen Menschen in ein Kleinkindstadium zurückversetzen. “Angenehmes” hilft, auch wenn es oft nicht die logisch richtige Reaktion auf die unsichere Situation ist. Beispielsweise bei finanziellen Sorgen übermäßiger Fast Food Konsum, Kleidungskauf oder andere mehr oder weniger kostspielige Hobbies bzw Escapismus, bis zu den kleinsten Dingen, wie ein Stoff, der sich gut anfühlt, ein flauschiges Tier.

    Auf letzteren Empfindungen könnte eben jenes Interface basieren. Mir kommen basierend auf diesen Konzepten folgende mögliche Materialien in den Sinn: Latex, kalte Mechanische Materialien, Fell/felliger Stoff. Man könnte auch verschiedene Aspekte zusammenbringen. Wattestäbchen sind etwas schräg, ich mein das könnte schon ulkig aussehen, aber ich möchte gerne dass es tiefer geht. Es könnte ein frankensteinartiges Patchwork Wesen sein, so zerlegt und unvollkommen wie die menschliche Seele. Das würde mir gefallen.

    Ich möchte auch die Sounds nicht reduzieren auf entweder konsumentenfreundlich oder nicht. Ich finde die Idee auch schön, dass es sehr unangenehm sein kann als auch angenehm und unterschiedliche Formen der Skulptur diese Stimmungslagen widerspiegeln, also dass das Verformen der Skulptur zum Beispiel den Sound steuert. Die Frage ist wie man das technisch realisieren kann. 5 oder 6 fertige Stücke abzuspielen wäre mir aber zu wenig Interaktion, ich glaube es kann spannend sein wenn es sehr fein verstellbar ist.

    Also die Skulpturen von Jean Tinguely finde ich cool, ganz so mechanisch hätte ich mir es nicht vorgestellt. Die Größe der Skulptur ist auch relativ variabel. Auch Choe U Ram und Jessica Drenk sehr cool, ich kann jetzt auch gar nicht so viel dazu sagen, verglichen mit meinem Projekt, weil mein Wunsch ist ja weder was nachzumachen oder was total neues zu machen (wurde uns ja auch abgeraten davon) ich glaube solange es meinem Gefühl und meiner Motivation treu bleibt kann ich es schaffen eine Skulptur zu kreieren, die ganz meinem eigenen Stil treu ist.

  • Idee für Instrument

    Im Laufe der LV Interfacetechnologien B entstand die Idee, mit dem Teensy, mit dem ich in der LV gearbeitet habe, ein Instument für Performancezwecke zu machen. Ich habe dazu 3 Konzepte ausgearbeitet.

    1. Kompaktes Soloinstrument

    dasyboard

    Durch 7 oder mehr Trigger (zb Buttons) werden Töne einer mit einem Potentiometer verstellbaren Tonart/Tonfolge gesteuert. Das Instrument sollte kompakt und möglichst mühelos auch im Bandkontext einsetzbar sein. Könnte ebenso Akkordfunktionen enthalten. Der Nachteil ist, dass das Interface-bauen arbeitstechnisch leicht ausufern kann.

    2. Midi

    Es gäbe auch die Möglichkeit mit Midi zu arbeiten. Das Setup mit Midi-Keyboard unter anderem würde sich vermutlich eher für Solo Performances eignen. Vorteile dieser Version wären praktisch unendliche Soundmöglichkeiten. Nachteile: fehlende Erfahrung, sehr wenig kompakt und könnte Richtung Synthesizer ausufern, ein künstlerischer Zugang sollte aber prinzipiell aufrecht bleiben.

    3. Sound-Skulptur/Skulptur-Sound

    Als Interface könnte man sich auch an ähnlichen Formen in der Natur orientieren, beispielsweise Tentakeln (Potentiometer als Noppen), pelzige Tentakeln mit Toebeans oder die Verzweigungen eines Baumes, Astlöcher etc. Als Thema Natur, Berührung, Kontakt o. ä. Es wäre interessant eine größere Skulptur zu basteln, die das Interface für das Instrument beinhaltet und ein immersives Erlebnis für den Ausstellungskontext zu realisieren, wobei dies nicht gegenständlich sein muss. Mein Projekt in der Interfacetechnologien B Lehrveranstaltung hat sich beispielsweise organisch in eine abstrakte Form entwickelt. Dieses Konzept kann allerdings arbeitstechnisch leicht ausarten.

    Mehr oder weniger fix ist, dass die Sounds mit einem Teensy oder Axoloti erzeugt werden. Da gibt es schon erste Ergebnisse:

    Teensy Sounds für die Mystery Box Interface Technologien B

    Teensy Sounds als Musik: https://soundcloud.com/lilly-liz-1/first-song-with-daisy

    Axoloti Planet Sounds für AEC Deep Space Programm: https://soundcloud.com/user-465584433/call